Diese 13 Bücher hat die Welt gerade zu bieten
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Die Longlist des International Booker Prize 2026 ist raus
Einmal im Jahr passiert etwas Schönes in der Literaturwelt: Eine Liste erscheint, und man denkt sofort: okay, da sind mindestens drei Bücher drauf, die ich unbedingt lesen will.
Am 24. Februar hat die Booker Prize Foundation die Longlist für den International Booker Prize 2026 veröffentlicht. Dreizehn Bücher. Ausgewählt aus 128 Einsendungen, übersetzt aus elf Sprachen, von Autorinnen und Autoren aus 14 Ländern auf vier Kontinenten. Und das alles in einem Jahr, das für den Preis ein besonderes ist: 2026 feiert der International Booker Prize sein zehnjähriges Bestehen in seiner heutigen Form.
Was der Preis eigentlich ist
Kurz für alle, die das Genre noch nicht auf dem Radar haben: Der International Booker Prize zeichnet jährlich das beste übersetzte Werk aus. Sprich, Romane oder Kurzgeschichtensammlungen, die auf Englisch erschienen sind und ursprünglich in einer anderen Sprache verfasst wurden. Das Preisgeld von 50.000 Pfund wird gleichwertig zwischen Autor und Übersetzer geteilt.
Vier Autorinnen und Autoren, die der Preis in den vergangenen zehn Jahren spotlight hat, haben seitdem den Nobelpreis gewonnen. Die Liste hat also Gespür.
Was uns dieses Jahr erwartet
Die Longlist 2026 ist thematisch weit gespannt – und das ist das Schöne daran. Von Hexerei bis Krieg, Revolution bis Neuanfang, Magie bis Mord: Die nominierten Bücher reisen durch Kontinente und Jahrhunderte.
Unter den Titeln:
The Nights Are Quiet in Tehran von Shida Bazyar, aus dem Deutschen übersetzt – eine Debütautorin, die bereits auf sich aufmerksam gemacht hat.
We Are Green and Trembling der argentinischen Autorin Gabriela Cabezón Cámara, die einen queeren argentinischen Konquistadoren ins Zentrum stellt.
The Wax Child der dänischen Autorin Olga Ravn.
Und The Director von Daniel Kehlmann – einem der wenigen deutschsprachigen Namen, die international seit Jahren konsistent wahrgenommen werden.
Die Bücher führen unter anderem in eine brutale Gefängniskolonie im brasilianischen Urwald, ein albanisches Bergdorf mit archaischen Gesetzen, ein Sanatorium für traumatisierte Soldaten in Belgien und einen üppigen Garten am Rand Teherans.
Kurz: Wer Lust hat, die Welt zu lesen – hier ist die Auswahl.
Warum das mehr ist als eine Preisliste
In diesem Jahr wurden Werke aus 34 Sprachen eingereicht – so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Preises. Und die Verkäufe übersetzter Literatur haben sich seit der ersten Preisverleihung 2016 verdoppelt. Es ist ein Zeichen dafür, dass Lesende zunehmend bereit sind, über den eigenen Sprachraum hinauszuschauen. Dass Geschichten aus Teheran, Buenos Aires oder Kopenhagen nicht als Nischenprogramm gelten, sondern als das, was sie sind: Literatur.
Und jetzt?
Die Shortlist mit sechs Titeln wird am 31. März 2026 bekanntgegeben. Wer bis dahin einen Vorsprung haben will, hat mit der Longlist genug zu tun.
Drei gute Einstiegspunkte je nach Geschmack: The Director für alle, die starke Figuren und historische Tiefe mögen. The Nights Are Quiet in Tehran für alle, die persönliche Erzählungen mit politischem Gewicht suchen. Und The Wax Child für alle, die gern dorthin gehen, wo es ein bisschen unheimlich wird.
Die Liste wartet nicht. Und der Frühling ist die perfekte Lesezeit.
100 Jahre Siegfried Lenz
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Warum gerade jetzt alle wieder zur Deutschstunde greifen
Manche Bücher warten einfach. Liegen im Regal, stehen im Kanon, tauchen in Schullektüre-Listen auf – und dann kommt ein Moment, in dem sie plötzlich wieder ganz oben liegen. Für Siegfried Lenz ist dieser Moment gerade jetzt.
Im März 2026 wäre der Schriftsteller 100 Jahre alt geworden. Lenz wurde am 17. März 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, wuchs in einer Welt auf, die sich kurz darauf in Trümmer legen würde – und wurde später zu einer der prägendsten Stimmen der deutschen Nachkriegsliteratur. 2014 ist er gestorben. Sein Werk ist geblieben.
Deutschstunde – schon wieder, und zurecht
Verlage, Kulturinstitutionen und Feuilletons nutzen das Jubiläum, um Lenz‘ Werk neu zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem Deutschstunde, 1968 erschienen und bis heute sein bekanntester Roman. Die Geschichte des Aufsatzsschreibers Siggi Jepsen, der im Gefängnis über die Freuden der Pflicht schreibt und dabei eine ganze Gesellschaft seziert, wirkt wie ein Text, der auf seinen Moment gewartet hat.
Lenz erzählt darin von Pflichterfüllung als Selbstbetrug. Von einem Vater, der Befehle befolgt, weil er Befehle befolgen muss. Von einem System, das Verantwortung so lange weiterreicht, bis sie bei niemandem mehr landet.
Warum das gerade jetzt zieht
Lenz gehörte zur Gruppe 47, dem Zusammenschluss deutschsprachiger Autoren, der die Literatur der Nachkriegszeit entscheidend geprägt hat. Er hat nie lauthals politisiert, aber er hat präzise beobachtet. Moralische Fragen, gesellschaftlicher Zusammenhalt, die Verantwortung des Einzelnen: Das sind die Themen, die sich durch sein gesamtes Werk ziehen.
Dass genau diese Themen gerade wieder so viel Resonanz erzeugen, ist kein Zufall. Es ist ein Hinweis.
1988 erhielt Lenz den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die Begründung damals könnte man heute fast wortgleich schreiben.
Lohnt sich der (Wieder-)Einstieg?
Ja. Und zwar nicht, weil Lenz gerade Jubiläum hat. Sondern weil seine Bücher das leisten, was gute Literatur immer leisten sollte: Sie machen sichtbar, was man lieber nicht sehen würde.
Deutschstunde ist kein leichtes Buch, aber auch kein schwieriges. Es ist ein ehrliches. Wer noch nie Lenz gelesen hat, findet dort einen guten Anfang. Wer ihn kennt, hat gerade jeden Grund, ihn wieder hervorzuholen.
100 Jahre Siegfried Lenz. Und manche Sätze klingen, als wären sie gestern geschrieben worden.
Abgang eines Stillen
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Len Deighton ist tot. Warum du seinen Namen kennen solltest – auch wenn du nie einen Spionageroman gelesen hast
Es gibt Autoren, deren Namen man kennt, ohne je ein Buch von ihnen aufgeschlagen zu haben. Len Deighton war einer davon. Am 15. März 2026 ist er gestorben – 97 Jahre alt, friedlich, ohne öffentlich genannte Todesursache.
Und trotzdem: Die Nachricht hatte Gewicht.
Der Mann, der Bond die Show stahl
Als Deighton 1962 seinen ersten Roman The Ipcress File veröffentlichte, war das eine direkte Antwort auf die Welt von Ian Fleming. Nur eben das Gegenteil davon. Kein Martini. Kein Smoking. Kein Charme, der alles glattbügelt.
Deightons Spionage war schmutzig, fehleranfällig, moralisch uneindeutig – ein Gegenentwurf zur Glamour-Welt von James Bond. Sein Held, ein namenloser Geheimagent aus der Arbeiterklasse – erst in den Verfilmungen auf den Namen Harry Palmer getauft – wurde von Michael Caine gespielt und machte beide, Autor und Schauspieler, schlagartig berühmt.
Was Deighton beschrieb, klang laut einem ehemaligen Geheimdienstoffizier schlicht: realistisch. Keine sauberen Siege. Moralische Ambiguität. Bürokratie. Institutionelles Versagen.
Kurz: die Wirklichkeit.
Mehr als Spionage
Deighton wuchs als Sohn eines Chauffeurs und einer Teilzeitköchin in einem wohlhabenden Londoner Viertel auf und behielt diesen Blick von außen sein Leben lang. Auf Klasse. Auf Macht. Auf die kleinen Mechanismen, die entscheiden, wer wo dazugehört.
Das zieht sich durch sein gesamtes Werk. Über seine Harry-Palmer-Romane hinaus schrieb er die neunteilige Bernard-Samson-Reihe, die als eines der besten Werke des Spionagegenres gilt. Und nebenbei schrieb er eine wöchentliche Kochkolumne für den Observer, illustriert wie ein Comic-Strip. Weil er eben auch das konnte.
Sein Literaturagent Tim Bates nannte ihn einen Titan – nicht nur des Spionageromans, sondern der englischsprachigen Literatur insgesamt.
Warum das für uns relevant ist
Deighton schrieb keine eskapistischen Heldengeschichten. Er schrieb über Systeme, in denen Menschen funktionieren müssen und darüber, was das mit ihnen macht. Loyalität, Verrat, die Frage, wem man eigentlich dient.
Klingt nach kaltem Krieg. Fühlt sich gerade trotzdem sehr aktuell an.
Sein Tod markiert das Ende einer Ära für britische Spionageprosa, aber keines seiner Bücher ist damit verschwunden. The Ipcress File liegt in jedem guten Buchladen. Und wer noch nie reingeguckt hat, hat gerade den besten Anlass.
97 Jahre. Mehr als 35 Bücher. Und Spione, die endlich mal aussahen wie echte Menschen.
Rumänien präsentiert sich auf der Leipziger Buchmesse 2018
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Vom 15. bis 18. März findet wieder die alljährliche Leipziger Buchmesse statt und vereint die Neuheiten der Bücherwelt, das Fachpublikum der Branche und spannende Diskussionen zu gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Interessante Einblicke verspricht dabei das diesjährige Schwerpunktland Rumänien.
Mit 20 Millionen Einwohnern ist Rumänien zwar das zweitgrößte Land im Osten der EU, doch die Literaten und spannenden Publikationen des Landes sind bisher nur wenig bekannt. Das soll sich nun ändern. Die literarische Reise führt die Besucher der Leipziger Buchmesse nicht nur zu zeitgenössischen und klassischen literarischen Werken Rumäniens, sondern verspricht zahlreiche Premieren. So erscheinen rund 40 vom Rumänischen Kulturinstitut geförderte Neuübersetzungen zur Leipziger Buchmesse.
Auch der vielfach ausgezeichnete rumänische Autor Mircea Cartarescu wird zur Buchmesse erwartet uns sich mit dem Friedenspreisträger Navid Kermani einer Debatte stellen.
Buchtipp: Nostalgia von Mircea Cărtărescu
Nostalgia ist das Prosadebüt von Mircea Cartarescu und erzählt von Kindheit und Jugend im Bukarest der sechziger und siebziger Jahre. Im Licht der Erinnerung, die aus den Empfindungen aller Sinne aufersteht, gewinnen die Schauplätze eine überwältigende Präsenz. Da ist das zerklüftete, morastige Gelände hinter dem Wohnblock am Stefan-cel-Mare Boulevard, wo der geheimnisvolle Knabe Mendebilus eine ganze Kinderbande mit somnambuler Akrobatik und tiefsinnigen Geschichten in Bann schlägt. Oder der glitschige unterirdische Tunnel, durch den Gina und Andrei ins Naturhistorische Museum geraten, wo sie ihre erste Liebesnacht erleben. Schließlich der bizarre, melancholische Turm am Stadtrand und seine riesenhaften Bewohner…
Öffnungszeiten und Preise
Die Leipziger Buchmesse im Verbund mit der Manga-Comic-Con und der Leipziger Antiquariatsmesse öffnet vom 15. bis 18. März, täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt es ab 5. Dezember im Online-Ticketshop. Früh sein lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit in langen Schlangen.
Unterkünfte
Für alle Besucher, die nicht aus Leipzig stammen, bietet die sächsische Stadt viele Unterkunftsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Ob günstige Herberge oder 4-Sterne Hotel: eine große Auswahl an Unterkünften mit guter Suchfunktion findest du auf www.hotelzimmer-24.de
Wiederentdeckung: Maria Lang, die schwedische Agatha Christie
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Maria Lang (1914-1991) gilt als die erste Krimikönigin Schwedens. 1949 debütierte sie mit „Nicht nur der Mörder lügt“, danach veröffentlichte sie bis 1990 jedes Jahr ein weiteres Buch, insgesamt 42.
Mit ihren Krimis liefert die Autorin wunderbare Einblicke in die Anfänge des Schwedenkrimis: ein bisschen Bullerbü, rätselhafte Morde und ein unvergleichlich schrulliger Humor.
„Nicht nur der Mörder lügt“ sowie „Tragödie auf einem Landfriedhof“ gehören zu den sechs Lang-Romanen, die 2013 in Schweden neu verfilmt wurden und im August 2015 und November 2015 bei btb im Hardcover erscheinen.
Langs Debütroman „Nicht nur der Mörder lügt“ spielt auf einer einsamen Insel in Schweden mitten in einer reizvollen Seenlandschaft. Ein Paradies für gestresste Städter und nun, so kurz vor Mittsommer, der ideale Ort für eine Handvoll Gäste, die sich hier im aparten Sommerhaus des Historikers Rutger Hammar versammelt haben. Sie sind gekommen, um ausgiebig zu tanzen, zu schwimmen, delikat zu essen und anregende Gespräche zu führen. Die Stimmung ist ein wenig frivol und überaus locker. Aber plötzlich wird aus dem vermeintlichen Spiel blutiger Ernst – denn eines Morgens ist einer von ihnen tot, was heißt, dass ein anderer von ihnen zum Mörder geworden sein muss. Nur wer? Und warum?
Erscheinungstermin: 10. August 2015
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag
„Tragödie auf einem Landfriedhof“ erzählt die Geschichte der Literaturwissenschatflerin Puck Burre, die, gemeinsam mit ihrem Ehemann Einar und ihrem Vater Johannes Ekstedt die Weihnachtsfeiertage bei ihrem Onkel, dem verwitweten Pfarrer Tord Ekstedt verbringt. Während draußen die Schneeflocken auf das beschauliche Dörfchen Västlinge rieseln, wird im Pfarrhaus der Heilige Abend gefeiert – die Idylle könnte perfekter nicht sein. Bis die Nachbarin Barbara Sandell völlig aufgelöst hereinschneit. Ihr Mann Arne ist verschwunden. Gemeinsam begibt man sich auf die Suche, und schon bald ist klar: Ein Mörder ist unterwegs im beschaulichen Örtchen …
Erscheinungstermin: 9. November 2015
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: btb Verlag
20 Jahre UNESCO-Welttag des Buches
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Das Buch ist das bedeutendste Kulturmedium. Und trotz fortschreitender Digitalisierung ist es gebunden, als E-Book oder Hörbuch das Format, in dem wir die Entwicklung einer Geschichte oder die Durchdringung von Sachverhalten suchen und finden. Das Lesen und Hören eines Buches schafft eine nicht nur momentane Intimität. Es beansprucht und stärkt unsere Aufmerksamkeit.
Bücher öffnen für jeden Einzelnen außerdem eine Welt: Sie vermitteln Wissen, Erfahrungen, Gedanken und entführen an ferne Orte oder in das Leben anderer.
Und aufgrund dieser großen Bedeutung feiern am 23. April 2105 Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte in über 100 Ländern bereits zum 20. Mal den UNESCO-Welttag des Buches.
1995 von der UNESCO-Generalkonferenz ausgerufen, geht das Datum auf eine Tradition in Katalonien zurück. Denn zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zugleich aber auch der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Und auch in diesem Jahr werden zu diesem Anlass wieder jede Menge tolle Aktionen veranstaltet. Neben der Initiative „Ich schenk dir eine Geschichte“ ist so auch die Mitmach-Aktion „Mein Herzbuch“ zu nennen.
Weitere Informationen zum UNESCO-Welttag des Buches gibt´s auf www.welttag-des-buches.de
„Ich schenk dir eine Geschichte“:
Bereits zum 18. Mal findet im Rahmen des Welttag des Buches die Buch-Gutschein-Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ statt. Über 850.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland können sich so in diesem Jahr auf den eigens für diesen Anlas geschriebenen Krimi „Die Krokodilbande in geheimer Mission“ von Dirk Ahner freuen. Mit rund 33.000 teilnehmenden Schulklassen erreicht die Welttags-Initiative in diesem Jahr damit einen neuen Rekord.
Die Aktion wird organisiert von der Stiftung Lesen zusammen mit dem Bundesverband und den Landesverbänden des Börsenvereins und wird bundesweit von den Buchhändlern vor Ort, dem cbj Verlag, der Deutschen Post AG sowie dem ZDF unterstützt.
Reinhold Messner blickt auf sein Leben zurück
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Wie riecht Heimat? Wie viel Freiraum braucht ein Kind? Wie überlebenswichtig sind Angst, Egoismus und Instinkt?
In seinem aktuellen Buch „Über Leben“ beschreibt Reinhold Messner in Etappen seinen Weg vom Südtiroler Bergbub zum größten Abenteurer unserer Zeit, zum kampflustigen Politiker, engagierten Bauern, Wanderfreund von Managern und Politikern, zum Gründer einer einzigartigen Museumslandschaft, zum Ehemann, vierfachen Vater und Familienmenschen.
In ungezählten Expeditionen hat er ausprobiert, wie Überleben funktioniert. Freimütig hält er heute Rückschau auf sieben Jahrzehnte, die schon früh von extremen Naturerlebnissen und Begegnungen mit dem Tod geprägt waren, schreibt über Ehrgeiz und Scham, Alpträume und das Altern, über Neuanfänge und über die Fähigkeit, am Ende loszulassen.
“Über Leben” von Reinhold Messner ist eine tiefgreifende Reflexion seines außergewöhnlichen Lebens. Messner teilt Erkenntnisse und Erfahrungen, die er auf seinen Abenteuern gesammelt hat, und betrachtet kritisch die Höhen und Tiefen seiner Karriere.
Persönliche Einsichten
Messner öffnet in “Über Leben” sein Innerstes und gibt Einblicke in seine Gedankenwelt. Er reflektiert über wichtige Lebensfragen und was es bedeutet, in Extremsituationen zu überleben.
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Malik
Klaus Vogel zu Gast in der Sendung alpha Forum
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Am 08. Januar um 20:15 Uhr ist Klaus Vogel, Schulleiter der Jugendstrafanstalt Berlin, Gesprächspartner im alpha-Forum auf ARD-alpha.
In der Sendung kommen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Religion und Kultur in 45 Minuten ausführlich zu Wort.
Bereits im Oktober 2014 veröffentlichte Klaus Vogel im riva Verlag sein erstes Buch, in dem er seine Erfahrungen aus 20 Jahren Jugendgefängnis niedergeschrieben hat.
Und darum geht´s in „Lebenslänglich Knastlehrer“ von Klaus Vogel:
Seit über 30 Jahren ist Klaus Vogel Lehrer aus Passion – und den Großteil davon im Gefängnis. Er ist Schulleiter in der Jugendstrafanstalt Berlin und unterrichtet straffällig gewordene Jugendliche, um ihnen einen Schulabschluss und damit die Wiedereingliederung in das Leben nach dem Knast zu ermöglichen.
In diesem Buch erzählt er von Jugendlichen, die das Gefängnis hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen können, und von denen, die immer wieder kommen. Und das sind nicht wenige.
Umrahmt von vielen Begebenheiten aus seinem langjährigen Berufsalltag erklärt Klaus Vogel, woran es im Umgang mit den straffälligen Jugendlichen mangelt, was sich ändern müsste – und warum er seinen Beruf trotz aller Probleme und Widerstände noch immer aus tiefer Überzeugung und voller Herzblut ausübt.
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Riva
Die Sendung alpha Forum mit Klaus Vogel kannst du hier im Livestream mitverfolgen>>>
T.S. Eliots Todestag jährt sich zum 50. Mal
T.S. Eliots Todestag jährt sich zum 50. Mal
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Er veränderte die englische Lyrik grundlegend: T.S. Eliot. Am 4. Januar jährt sich nun sein Todestag zum fünfzigsten Mal. Und noch heute werden seine Gedichte nicht weniger gern gelesen, als zu Lebzeiten.
Sein berühmtestes Gedicht ist dabei wohl „The Waste Land“ (Das wüste Land) von 1922.
T.S. Eliot adelte die englische Literatur mit seinem Werk. Durs Grünbein nannte ihn die „Mona Lisa der neueren Poesie“. Denn der gebürtige Amerikaner goss die Lyrik in neue Formen und ließ dabei ein ganzes Universum an dichterischer Tradition aufblitzen.
Das Ergebnis: eine einzigartige, vielschichtige Dichtung, die ihn zu einem der berühmtesten Lyriker der Moderne machte.
Und wusstest du eigentlich, dass das Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber auch auf einigen veröffentlichten Gedichten von T.S. Eliot basiert?
T.S.Eliot ist uns so, auch 50 Jahre nach seinem Tod, bewusst und auch unbewusst, allgegenwärtig und wird nie in Vergessenheit geraten.
Hörbuch-Tipp:
T.S. Eliots Lyrik muss man hören wie Musik. All denen, die sich der Kunst des T.S. Eliot nähern möchten, empfehlen wir deshalb das Hörbuch „POEMS – The Waste Land und weitere Gedichte“. Denn in einer Aufnahme von 1947 rezitiert der Lyriker selbst nahezu musikalisch seine Gedichte.
Aber auch die deutschen Übertragungen der Gedichte, gelesen von Gert Heidenreich, Hans Magnus Enzensberger, Stefan Hunstein und Hanns Zischler leuchten die Dichtkunst Eliots kraftvoll aus.
Verlag: der Hörverlag
2 Audio-CDs, Laufzeit: 123 Minuten
So rot wie Blut
"So rot wie Blut" von Salla Simukka als bestes Jugendbuch gewählt
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Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. kürt monatlich das beste Jugend-, Kinder- und Jugendbuch.
Als Buch des Monats Januar 2014 im Bereich Jugendbuch wurde von der Jury dabei diesmal der Roman „So rot wie Blut“ von der finnischen Buchautorin Salla Simukka augezeichnet.
„So rot wie Blut“ ist der erste Teil einer Trilogie um die Protagonistin Lumikki (zu dt.: Schneewittchen), der bereits in Finnland einen Riesenerfolg feiern konnte und nun auch seine deutschen Leser fesselt.
Und darum geht´s:
Als Einzelgängerin hält sie sich aus allem raus – bis Lumikki die tropfnassen Geldscheine auf einer Wäscheleine entdeckt und in eine gefährliche Geschichte hineingezogen wird.
Was für ihre Mitschüler als dummer Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer Hetzjagd auf Leben und Tod. Die 17-Jährige muss sich im gnadenlosen Drogengeschäft zurechtfinden, in dem nur eine Währung zählt: Blut.
Wem kann sie noch trauen?
Spannendes Jugendbuch
“So rot wie Blut” fängt die Aufmerksamkeit mit einer packenden Geschichte rund um Lumikki und ihre unfreiwillige Verstrickung in eine gefährliche Angelegenheit. Die Geschichte ist fesselnd und hält die Leser bis zur letzten Seite in Atem.
Charakterentwicklung und Vertrauensfragen
Lumikkis Charakterentwicklung und ihre Herausforderungen im Drogengeschäft beleuchten Themen wie Vertrauen und Verrat. Ihre Reise ist eine Mischung aus Spannung und persönlichem Wachstum, was “So rot wie Blut” zu einem lesenswerten Jugendbuch macht.
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Arena
Über die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.:
Hauptanliegen der Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V. ist die Förderung der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.
Neben regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen zur Kinder- und Jugendliteraturvermittlung im In- und Ausland zeichnet die Akademie herausragende Persönlichkeiten sowie kinder- und jugendliterarische Werke aus.










