Unveröffentlichte Kurzgeschichten vom Bestsellerautor Konsalik aufgetaucht

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14. Dezember 2014|2 Minutes

Heinz G. Konsalik (1921-1999) veröffentlichte zu Lebzeiten über 155 Romane und zählte zu den kommerziell erfolgreichsten deutschen Schriftstellern.

Und jetzt, 15 Jahre nach seinem Tod, gibt´s für Lesefreunde und Konsalik-Fans eine wahre Sensation! Denn aufgrund eines Wasserschadens im Keller des Familiensitzes hat Konsaliks Tochter Dagmar wie durch einen Zufall 50 noch unveröffentlichte Kurzgeschichten des Bestsellerautors gefunden. Dies berichtete die „Bild am Sonntag“.

Die gefundenen Texte sollen dabei aus einer Zeit stammen, bevor Heinz G. Konsalik seinen großen Durchbruch als Romanautor mit dem Werk „Der Arzt von Stalingrad“ hatte. Derzeit ist Dagmar Konsalik noch mit dem Sichten der bisher unbekannten Schätze beschäftigt. Doch es wird sicher nicht mehr langen dauern, bis wir einen „neuen“ Konsalik in den Händen halten dürfen!

Mehr über Heinz G. Konsalik:

Heinz Günther Konsalik wird am 28. Mai 1921 in Köln geboren.

Und obwohl seine Kurzgeschichten bereits in Tageszeitungen veröffentlicht werden, als er 15 ist und ihm damit ein gewisses Talent zugeschrieben wird, beginnt er auf Wunsch seines Vaters nach dem Abitur ein Medizinstudium.

Dieses bricht er allerdings bald wieder ab, um Dramaturg zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, studiert er Theater- und Zeitungswissenschaften und Literaturgeschichte in Köln, München und Wien und verfasst in dieser Zeit Theaterstücke.

Im 2. Weltkrieg wird Konsalik als Kriegsberichterstatter in Russland schwer verwundet. Nach Ende des Krieges setzt er sich ein neues Ziel: er will den nachkommenden Generationen die Schrecken des Krieges eindringlich und realistisch schildern.

„Der Arzt von Stalingrad“, mit dem Konsalik berühmt wurde, zählt zu den Klassikern des 2. Weltkriegs.

 

Folgende Romane von Konsalik wurden bereits verfilmt:

Der Arzt von Stalingrad (1956)
Strafbataillon 999 (1959)
Dr. med. Erika Werner (1962)
Entmündigt (1963)
Liebesnächte in der Taiga (1966)
Das Schloß der blauen Vögel (1968)
Ein toter Taucher nimmt kein Gold (1973)
Der schwarze Mandarin (1994)
Eine Sünde zuviel (1970)
Mayday… Mayday… Eastern Wings 610 (1995)

An dieser Stelle möchten wir euch auch noch einmal das Interview von Heinz G. Konsalik nahe lesen, dass er 1990 dem Spiegel gab>>>


Neue Harry Potter-Geschichten zu Weihnachten

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10. Dezember 2014|1 Minutes

J.K. Rowling bereitet Harry Potter-Fans jetzt bereits vorzeitig das wohl größte Weihnachtsgeschenk, was man wohl machen kann. Denn auf ihrer Website www.pottermore.com veröffentlicht die Bestsellerautorin ab dem 12.12.2014 bis Weihnachten jeden Tag eine neue Kurzgeschichte aus Hogwarts. Um die Harry Potter Geschichten auf eine neue Weise entdecken zu können, bedarf es nur einer kostenlosen Registrierung und schon kann die Reise in Harrys Zauberwelt beginnen.

Und so viel sei schon einmal verraten: die neuen Geschichten sollen wohl allesamt von dem verhassten Fiesling Draco Malfoy handeln.

Und es gibt einen weiteren Grund zur Freude! Ende 2016 erscheint mit „Fantastic Beasts and where to find them” eine neue Zauberfilm-Trilogie, zu der J.K.Rowling die Drehbücher erstellt. Erzählt wird darin die Geschichte des britischen Zoologen Newt Scamander, der im New York der zwanziger Jahre lebt. Die Story soll dabei eine indirekte Fortsetzung von Harry Potter sein.

Wir dürfen also gespannt sein!


„Der jüdische Patient“: Verfilmung und Lesereihe

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4. Oktober 2014|2 Minutes

Nachdem am 2. Oktober 2014 „Der jüdische Patient“ von Oliver Polak als Taschenbuch erschienen ist, folgt nun auch bald die Verfilmung in den deutschen Kinos.

In den Hauptrollen werden dabei Christian Ulmen, Serdar Somuncu und Helene Hegemann zu sehen sein. Und eines sei garantiert: der Film wird ebenso amüsant sein, wie die Buchvorlage.

Du hast das Buch bereits gelesen? Der Kinostart ist noch in ferner Zukunft und du bekommst vom jüdischen Patienten nicht genug? Dann empfehlen wir dir die Lesungen von Oliver Polak! Denn der Comedian begibt sich jetzt auf Lesetour quer durch Deutschland und Österreich!

Alle Termine findest du hier:

28.10.2014 Dresden, Jüdische Kulturtage
30.10.2014 Oldenburg, Kulturzentrum PFL
02.11.2014 Gütersloh, Weberei
03.11.2014 Frankfurt, Brotfabrik
04.11.2014 Köln, Gebäude 9
05.11.2014 Osnabrück, Haus der Jugend
06.11.2014 Münster, Pension Schmidt
07.11.2014 Lingen, Alter Schlachthof
08.11.2014 Weissenhäuser Strand, Rolling Stone Weekender
10.11.2014 Wiesbaden, Walhalla
11.11.2014 Reutlingen, franz.K
12.11.2014 Nürnberg, Stereo
14.11.2014 Fulda, Kulturkeller
15.11.2014 Hamburg, Uebel & Gefährlich
16.11.2014 Berlin, Volksbühne
19.11.2014 München, Volkstheater
20.11.2014 München, Volkstheater
21.11.2014 Jena, Kassablanka
23.11.2014 Leipzig, Neues Schauspiel
24.11.2014 Magdeburg, Moritzhof
25.11.2014 Rostock, Mau
02.12.2014 Innsbruck, Treibhaus
03.12.2014 Feldkirch, Theater am Saumarkt
04.12.2014 Wien, Rabenhoftheater
05.12.2014 Klagenfurt, Jazzkeller Kamot
06.12.2014 Graz, Orpheum


Kinotipp: Lola auf der Erbse

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4. September 2014|1 Minutes

Am 4. September startet die Verfilmung von Annette Mierswas Kinderbuch „Lola auf der Erbe“ in den deutschen Kinos. In diesem authentischen Familiendrama wird so die Freundschaft zweier junger Außenseiter thematisiert, die mit verschiedenen Problemen unserer Gesellschaft konfrontiert werden.

Neben der Scheidung der Eltern und der Ausländerthematik werden ebenso die aktuellen Umweltprobleme aufgegriffen und behandelt.

Darum geht´s:
Die 11-jährige Lola lebt mit ihrer Mutter Loretta auf einem rustikalen Hausboot, das sie „Erbse“ nennen. Und seitdem ihr Vater die Familie vor zwei Jahren verlassen hat, zieht sie sich immer öfter in ihre Traumwelt zurück und entwickelt sich damit zur Außenseiterin gegenüber Gleichaltrigen. Als ihre Mutter dann auch noch ihren neuen Freund Kurt mit nach Hause bringt, reicht es Lola.

Sie vermisst ihren Vater so sehr und beginnt die Beziehung ihrer Mutter zu sabotieren.
Doch Lolas Leben scheint wieder annehmlicher, als eines Tages ein neuer Junge in Lolas Klasse kommt. Rebin ist genau wie Lola Einzelgänger und beide verstehen sich auf Anhieb. Wäre da nicht das dunkle Geheimnis seiner Familie…


Kinotipp: „Madame Mallory und der Duft von Curry“

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31. August 2014|1 Minutes

Es ist eine Mischung aus „Chocolat“ und „Slumdog Millionaire“: denn als Hassan Haji in Bombay geboren wird, ahnt niemand, dass er einst Sternekoch in einem verschlafenen Dorf in Frankreich werden soll…

Der 2011 erschienene Roman „Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef“ von Richard C. Morais avancierte schnell zum Bestseller.

Nun hat sich auch Hollywood dieser herzerwärmenden Geschichte angenommen und seit dem 21.08.2014 können wir die Story um Essen, Liebe, Indien und Frankreich auch in den deutschen Kinos sehen.

Kurzerhand umbenannt in „Madame Mallory und der Duft von Curry“ haben sich Steven Spielberg und Oprah Winfrey als Produzenten und Lasse Hallström („Chocolat“) als Regisseur an die Arbeit gemacht und entstanden ist eine sehenswerte kulinarische Komödie voller Leidenschaft und Herz. Und nicht zuletzt dank Helen Mirren, die die Rolle der Madame Mallory übernimmt, können sich die Zuschauer auf ein 123 minütiges Kinoerlebnis freuen.

Darum geht´s:

In einem französischen Dorf eröffnet der aus Bombay stammende Hassan Haji mit seiner Familie ein indisches Restaurant. Sehr zum Missfallen der alteingesessenen Madame Mallory, deren Sterne-Gourmettempel sich direkt gegenüber befindet. Diese versucht nun mit allen Mitteln, Hassan das Handwerk zu legen. Bis sie plötzlich sein großes Talent für sich entdeckt …

Genres:Komödie, Romantik
Kinostart:21.08.2014
Darsteller:Helen Mirren, Om Puri, Manish Dayal, Charlotte Le Bon, Farzana Dua Elahe, Amit Shah, Aria Pandya, Dillon Mitra, Michel Blanc

nach einem Roman von Richard C. Morais


Kinotipp: Saphirblau

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14. August 2014|3 Minutes

Seit dem 14. August 2014 können Fans der „Edelstein-Trilogie“ von Kerstin Gier endlich wieder mit Gwendolyn Shepard und Gideon de Villiers auf Zeitreise gehen. Denn mit „Saphirblau“ ist nun die Fortsetzung von „Rubinrot“ in den deutschen Kinos gestartet.

Darum geht´s:

Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn Shepherd Zeitreisende wider Willen. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. Beides nicht wirklich einfach! Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss.

Gut, dass sie wichtige Ratgeber an ihrer Seite weiß: Ihre beste Freundin Leslie, den kleinen Wasserspeier Xemerius, den Schulgeist James und ihren Großvater in jungen Jahren, der ihr in der Vergangenheit wichtige Tipps gibt. Doch als Gideon und Gwendolyn sich gegen eine gefährliche Allianz zur Wehr setzen müssen und in die Fänge des Grafen von St. Germain geraten, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt.

„Saphirblau“ wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat wertvoll ausgezeichnet!

Kinostart: 14.08.2014
Regie: Felix Fuchssteiner, Katharina Schöde
Schauspieler: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Peter Simonischek u.a.

Infos zu den beiden Hauptdarstellern:

Maria Ehrich (Gwendolyn Shepherd)

1993 in Erfurt geboren, konnte Maria Ehrich 2004 in „Mein Bruder ist ein Hund“ ihr Schauspieldebüt unter der Regie von Peter Timm geben. Große Aufmerksamkeit erhielt sie 2006 für die Darstellung der Tochter von Veronica Ferres im ARD-Spielfilm „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ von Miguel Alexandre. 2007 spielte sie zudem in Peter Timms erfolgreicher Fortsetzung RENNSCHWEIN RUDI RÜSSEL 2 fürs Kino mit. Der Nachwuchsstar wirkte außerdem bereits in zahlreichen TV-Produktionen mit, wie unter anderem in „Danni Lowinski“ , „Ein Date fürs Leben“ und „Doctors Diary“.

Jannis Niewöhner (Gideon de Villiers)

2002 stand Jannis Niewöhner bereits als Zehnjähriger in einem „Tatort“ vor der Kamera. Nach mehreren kleineren Rollen wurde er schließlich in der Rolle des Tim im Kinofilm „TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Minde-Machine“ auch einem breiteren Publikum bekannt. Im selben Jahr war er auch in „Die wilden Hühner und die Liebe“ zu sehen. 2008 war er der Gegenspieler von Jimi Blue Ochsenknecht in dem Jugendfilm „Sommer“, wofür er im selben Jahr eine Nominierung für den Undine Award als Bester jugendlicher Nebendarsteller erhielt.
An der Seite beider Ochsenknechtbrüder spielte er in dem Jugenddrama „Gangs“ (2009).

Aufsehen erregte 2012 der Fernsehfilm „Ein Jahr nach morgen“, in dem Jannis Niewöhner eindrucksvoll den Freund einer Amokläuferin spielt. Zuletzt war Niewöhner in „Helden – Wenn dein Land dich braucht“ und in „In einem wilden Land“ sowie in den Kinofilmen „Besser als Nix“ und „Doktorspiele“ zu sehen.


Alberto da Costa e Silva erhält Camões-Literaturpreis

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3. Juni 2014|1 Minutes

Benannt nach dem berühmten portugiesischen Dichter Luís de Camões, ist der Camões-Literaturpreis die bedeutendste literarische Auszeichnung in der portugiesischsprachigen Welt.

Bereits seit 1989 wird diese alljährlich vergeben und ist mit ca. 100000 Euro dotiert.

In diesem Jahr geht der Preis an den brasilianischen Schriftsteller Alberto da Costa e Silva, dessen Texte von herausragender Qualität seien, so die Jury. Der in São Paulo geborene 83-Jährige wurde in der Literatur unter anderem durch seine Gedichtbände und Autobiografien bekannt.

In seinen Veröffentlichungen setzte er sich dabei vor allem mit der afrikanischen Geschichte auseinander.

Sein neuestes Werk hierzu wurde 2012 in Brasilien unter dem Titel Imagens da África veröffentlicht.

Einige seiner Werke (Auswahl):

Autobiografische Schriften

  • 1994: Espelho do príncipe
  • 2007: Invenção do desenho

Dichtungen

  • 1953: Parque e outros poemas
  • 1962: Tecelão
  • 1962: Carda, Fia, Doba e Tece
  • 1981: A Roupa no estendal, o Muro, os Pombos
  • 1986: A Queimada e a derrubada
  • 1986: Poemas
  • 1993: Consoada

Afrikanistische und geschichtswissenschaftlichen Werke

  • 1992: A Enxada e a lança.‘ A África antes dos portugueses
  • 2002: A Manilha e o libambo: a África e a escravidão, de 1500 a 1700
  • 2003: Um rio chamado Atlântico. A África no Brasil e o Brasil na África
  • 2004: Francisco Félix de Souza, mercador de escravos
  • 2005: Das mãos do oleiro. Aproximações

Jugendliteratur

  • 2006: Um Passeio pela África
  • 2008: A África explicada aos meus filhos


Franz Kafkas Todestag jährt sich zum neunzigsten Mal

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3. Juni 2014|3 Minutes

Als Gregor Samsa eines Morgens aufwacht, muss er feststellen, dass er sich in einen abstoßenden Käfer verwandelt hat. Während er zunächst hofft, noch zu träumen, wird ihm bald bewusst, dass der gepanzerte Rücken und die kleinen dünnen Beinchen keine Einbildung sind…

Die beschriebene Geschichte stammt aus „Die Verwandlung“ und ist wohl die bekannteste Erzählung Kafkas.

Franz Kafka zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts und prägte mit seinen Werken Generationen von Künstlern. Am 2. Juli 1983 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren, studierte er von 1901 bis 1906 zunächst Germanistik, dann Jura und promovierte zum Dr. jur.

Nach einer einjährigen „Rechtspraxis“ ging er 1907 zu den „Assicurazioni Generali“ und ein Jahr später als Jurist zur „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt“, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb.

Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, was der Beginn einer Tuberkulose war. Völlig ausgezehrt starb er im Alter von nur 40 Jahren schließlich an den Folgen seiner schweren Krankheit. Am 3. Juni 2014 jährt sich sein Todestag damit bereits zum 90. Mal.

Die meisten seiner Werke wurden erst nach seinem Tode von dem Schriftsteller Max Brod veröffentlicht.

Seine Werke:

  • 1911: Richard und Samuel
  • 1912: Großer Lärm
  • 1913: Betrachtung
  • 1913: Das Urteil
  • 1913: Der Heizer
  • 1915: Die Verwandlung
  • 1915: Vor dem Gesetz
  • 1918: Der Mord
  • 1918: Ein Landarzt
  • 1919: In der Strafkolonie
  • 1921: Der Kübelreiter
  • 1924: Ein Hungerkünstler

 

Posthum veröffentlicht

  • 1904–1905: Beschreibung eines Kampfes
  • 1907–1908: Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande
  • 1909: Unter meinen Mitschülern
  • 1909: Diese Wahl ist sehr begrüßenswert
  • 1909: Kleine Seele
  • 1911: Wir wußten nicht eigentlich
  • 1911: Die städtische Welt
  • 1911: Das ist ein Anblick
  • 1911: Skizze zur Einleitung für Richard und Samuel
  • 1912: Einleitungsvortrag über Jargon
  • 1914: Erinnerungen an die Kaldabahn
  • 1914–1915: Der Unterstaatsanwalt
  • 1914–1915: Ein junger ehrgeiziger Student
  • 1914–1915: Der Dorfschullehrer
  • 1915: Blumfeld, ein älterer Junggeselle
  • 1916–1917: Der Gruftwächter
  • 1916–1917: Die Brücke
  • 1917: Eine Kreuzung
  • 1917: Der Schlag ans Hoftor
  • 1917: Der Jäger Gracchus
  • 1917: Beim Bau der Chinesischen Mauer
  • 1917: Eine alltägliche Verwirrung
  • 1917: Der Nachbar
  • 1917: Vom jüdischen Theater
  • 1917: Die Zürauer Aphorismen
  • 1917: Die Wahrheit über Sancho Pansa
  • 1917: Das Schweigen der Sirenen
  • 1918: Prometheus
  • 1919: Brief an den Vater
  • 1920: Der große Schwimmer
  • 1920: Heimkehr
  • 1920: Unser Städtchen liegt …
  • 1920: Gemeinschaft
  • 1920: Die Prüfung
  • 1920: Der Geier
  • 1920: Der Kreisel
  • 1920: Zur Frage der Gesetze
  • 1920: Das Stadtwappen
  • 1920: Der Steuermann
  • 1920: Kleine Fabel
  • 1920: Poseidon
  • 1920: Die Truppenaushebung
  • 1922: Fürsprecher
  • 1922: Forschungen eines Hundes
  • 1922: In unserer Synagoge
  • 1922: Das Ehepaar
  • 1922: Der Aufbruch
  • 1922: Gibs auf
  • 1922: Von den Gleichnissen
  • 1922–1924: Bilder von der Verteidigung eines Hofes
  • 1923–1924: Der Bau


Jürgen Becker erhält Georg-Büchner-Preis

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2. Juni 2014|1 Minutes

Der 81-jährige Schriftsteller Jürgen Becker erhält die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur. Becker sei „eine maßgebliche Stimme der zeitgenössischen Poesie“, so die Jury in ihrer Begründung für diese Entscheidung.

Bekannt geworden als Lyriker, Prosa-Autor und Verfasser von Hörspielen, würdigte die Jury ihn aber vor allem für seine lyrischen Werke: „Seine Gedichte machen unsere alltäglich erlebte Welt auf neue Weise sichtbar und unvergesslich.“

Jürgen Becker wurde am 10. Juli 1932 in Köln geboren und verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Erfurt, bis er mit seinem Vater schließlich wieder nach Köln zog. Seine Eltern lebten getrennt.

Seine ersten Texte schrieb Jürgen Becker Anfang der 50er Jahre, als er unglücklich verliebt in seinem Zimmer bei den Großeltern saß. Plötzlich gingen ihm die Verse durch den Kopf und von da an stieg sein Ausdrucksverlangen bis ins unermessliche.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird dieses Jahr am 25. Oktober in Darmstadt verliehen.

Im vergangenen Jahr erhielt die Autorin Sibylle Lewitscharoff den begehrten Preis. 2012 konnte sich Felicitas Hoppe über diese Auszeichnung freuen.


Die Gewinner für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014 stehen fest

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16. März 2014|9 Minutes

Bereits zum zehnten Mal wurde nun in diesem Jahr der begehrte Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen. Und auch in diesem Jahr war die Zahl der Bewerbern und die damit geschaffene Vielfalt enorm: so reichten 136 Verlage insgesamt 410 Titel ein, die in den letzten Monaten erschienen waren.

Doch es konnte am Ende nur drei Gewinner geben:

Kategorie Belletristik

Saša Stanišić
Vor dem Fest
Luchterhand Literaturverlag

Zur Begründung:

Saša Stanišić hat ein Dorf erfunden, das es ganz gewiss gibt. Nur vielleicht nicht so menschenfreundlich, so unverdrossen. Er macht die Räume eng und die Zeit, erzählt von einer einzigen Nacht, der Nacht vor dem Annenfest, in der sich unwahrscheinlich viel ereignet und manches entscheidet. Zugleich jedoch stößt er die Tür zur Vergangenheit auf. „Vor dem Fest“ unternimmt eine Probebohrung in die Tiefe deutscher Geschichte als Mythologie; ein Unternehmen allerdings, das den gegenwärtigen Kult weihevollen Gedenkens subtil verspottet:

Die alten Schriften, Chronikberichte, Legenden und haarsträubenden Anekdoten à la Kleist, die im „Haus der Heimat“ von einer gemütskranken Kustodin verwahrt werden, sind von höchst zweifelhafter Herkunft. Was das Vergnügen daran nicht mindert. Stanišić hat ein Dorf aus Sprache erfunden, ein Kaleidoskop, einen Kosmos aus vielen Stimmen, Klangfarben, Jargons, die Welt in nuce, magisch zusammengehalten von einem kollektiven Erzähler, der dazugehört, einem, der verschmitzt ist und gewitzt und klug und ein bisschen weise.

Als gälte es, das Zerrbild des Antiheimatromans geradezurichten, dessen Typologie nur das verpatzte Fest kennt. Diese Dörfler sind keine Schurken, Sünder sind sie allemal. Weil auch die Tiere zu dieser fabelhaften Welt der Nussschale gehören, kann eine Füchsin oder Fähe vor einer Bäckerei stehen und denken: „Darin machen Menschen das, was Menschen am liebsten machen: aus einer Sache eine andere.“ Aus einer Sache eine andere machen, das klingt nach einer Mischung aus Handwerk und Alchemie – und nichts anderes macht Saša Stanišić dank stupendem Sprach- und Erzählwitz mit und aus seinem Stoff: man nennt es Literatur, und es lässt sich nicht einsperren in ein Ghetto ewigen Migrantentums. Omne solum forti patria est. Dem Starken ist jeder Boden Heimat. Auch der Sand der Uckermark.

Kategorie Sachbuch/Essayistik

Helmut Lethen
Der Schatten des Fotografen
Rowohlt Berlin

Zur Begründung:

Wir alle sind von Bildern umgeben und umstellt. Weil das so ist, bleibt uns im Alltag kaum etwas anderes übrig, als ihnen einfach zu glauben. Oder, die andere Möglichkeit, wir misstrauen den Bildern fundamental. Nichts ist nützlicher in dieser Lage als eine Verhaltenslehre des Sehens, wie sie Helmut Lethen in seinem neuen Buch „Der Schatten des Fotografen“ vorlegt. Nicht, dass man sich mit diesem Buch durch Youtube-Videos klicken würde. Seine Welt ist vielmehr das Zeitalter der Fotografie. Denn Bilder – so sagt es der Literaturwissenschaftler Lethen mit dem Bildwissenschaftler Hans Belting –, Bilder sind Nomaden, die ihre Zelte in verschiedenen Medien aufschlagen. Was die so unterschiedlichen Bilder in diesem Buch zusammenhält, ist nicht nur die ebenso sinnliche wie analytische Weise, in der Lethen seine Bilder betrachtet. Es ist auch die bohrende Frage nach ihrer Wirklichkeit.

Eine Frage, die umso bohrender klingt, insofern sie ein Autor aus einer Generation stellt, die einst lernte und lehrte, dass Zeichen auf nichts anderes verweisen als auf andere Zeichen. In diesem Buch gibt es Bilder, die emphatisch zeigen, dass hinter ihnen genau nichts zu finden sei; Bilder, die als Schwindel erregende Ironie-Maschinen fungieren. Doch was die insistierende Frage nach dem Dahinter bei anderen Bildern ergibt, ist nichts anderes als existenziell. Die Frau, die auf dem Cover des Buches abgebildet ist, watet mit nackten Füßen durch einen Fluss, Richtung trockenes Ufer. Ein idyllischer Anblick (eine Schäfer-Szene?). Erst der karge Hinweis auf der Rückseite des Fotos – „Minenprobe … 1942“ – macht die Frau sichtbar als das, was sie war: vorgeschickt von Soldaten an der Ostfront, als lebendiges Minensuchgerät.

Kategorie Übersetzung

Aus dem amerikanischen Englisch von Robin Detje
William T. Vollmann: Europe Central
Suhrkamp Verlag

Zur Begründung:

Die Arbeit des Übersetzers ist der eines Schauspielers nicht ganz unähnlich. Auch der Übersetzer deutet einen Text nicht nur an, sondern er inszeniert ihn im Gewand der neuen Sprache. Für diesen schöpferischen Akt schlüpft er in fremde sprachliche Rollen. Dass Robin Detje nun nicht nur Autor und Übersetzer ist, sondern auch Theaterschauspieler, mag ihm bei seiner Übertragung von William T. Vollmanns Roman „Europa Central“ durchaus zugute gekommen sein.

Denn es sind unfassbar viele Positionen, Charaktere und Perspektiven, die er in diesem grandiosen Stück Literatur auszufüllen hatte. Der Roman „Europe Central“ ist ein Stimmwunder über Krieg und Diktatur im zwanzigsten Jahrhundert. Auf mehr als tausend Seiten versammelt es die Einzelschicksale von mindestens vierzig Figuren aus deutscher und sowjetischer Perspektive. Wir hören von historischen Künstlerfiguren wie Käthe Kollwitz und Anna Achmatowa ebenso wie von Generälen, die wie Wlassow und Paulus als Kriegsgefangene jeweils die Seiten wechselten.

William T. Vollmann führt uns durch die versehrte Kriegslandschaft, die dieses Mitteleuropa einmal war, er geht mit uns ins belagerte Leningrad ebenso wie nach Stalingrad, Dresden, Moskau und Auschwitz. Das alles wird berichtet von einer Erzählerstimme, die immer wieder die Identität wechselt. Acht Jahre hat es gedauert, bis „Europe Central“ nach dem Erscheinen des amerikanischen Originals im Jahre 2005 nun endlich auch auf Deutsch vorliegt. Und es ist das große Verdienst dieser Ausgabe, dass Robin Detje anderthalb Jahre lang daran arbeiten konnte, so dass er auch den wichtigen und überaus spannenden Quellenapparat mit mehr als 750 Anmerkungen für die deutsche Ausgabe penibel nachrecherchieren konnte.

Robin Detje schreibt seine Übersetzung stimmig am amerikanischen Original entlang. Immer wieder findet er überzeugende Entsprechungen für Töne, Bilder, Motivreihen. Mit diesem Sprachgefühl, Akribie und auf Augenhöhe mit dem Autor bringt er uns diese Hymne auf die Kunst des Erzählens, die dabei selbst die Grenzen klassischen Erzählens immer wieder durchbricht, auch musikalisch nah.

Nicht ohne Grund steht Dimitri Schostakowitsch im Zentrum des Romans, von dessen Kompositionen sich der Autor auch sprachlich inspirieren ließ. William T. Vollmann hat mit „Europe Central“ eine bedeutende literarische Studie über das Spannungsverhältnis von Kunst und Politik, von Liebe, Macht und Tod geschrieben. Robin Detje hat sie eindrucksvoll übersetzt. In Sätze, voller Schönheit und Abgründe, in denen Zynismus, Lakonie und Poesie aufeinander fallen. Dafür erhält Robin Detje den Preis der Leipziger Buchmesse des Jahres 2014 in der Kategorie Übersetzung. Herzlichen Glückwunsch.

 

Zum Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen. Er ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert und wird zu gleichen Teilen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen.

Der Vorsitzende der Jury ist der Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels. Weiterhin zur Jury des Preises der Leipziger Buchmesse gehören Lothar Müller, Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung; René Aguigah, Abteilungsleiter Kultur und Gesellschaft beim Deutschlandradio Kultur; Daniela Strigl, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Wien sowie Ursula März, Literaturkritikerin bei DIE ZEIT. Neu dabei sind in diesem Jahr Dirk Knipphals, Literaturredakteur der taz und Sandra Kegel, Redakteurin im Ressort Literatur und Literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.


Dein Begleiter beim Entdecken bedeutungsvoller Geschichten, beim Eintauchen in literarische Stimmen und beim Erkunden der Welt durch Bücher.


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